Designer und die QR Codes.

Wunderbar, diese neuen Kommunikationsmedien à la iPhone und Android in 53.052 Geschmacksrichtungen. Überall online – o2 Kunden einmal ausgenommen -  und immer auf dem Laufenden.

Auch die Kommunikationsdesigner haben diesen Trend erkannt…Schließlich kann ja jeder QR Codes1 mit dem Smartphone scannen.

So lässt sich auch die Mode erklären, dass auf dem überwiegenden Teil der neuen Werbeträger entsprechende Codes angebracht sind.
Diese soll der stets interessierte Konsument doch bitte einscannen und schauen, was sich wohl dahinter verbirgt.

So weit, so gut.

Ich – als stets neugieriger Konsument – habe bisher keinen Werbe-QR-Code eingescannt, da es schlichtweg eine irrige Annahme ist, dass jemand ein Werbemedium erblickt und sich dann ernsthaft die Frage stellt, was wohl für eine ominöse Werbebotschaft dahinter steckt.

Doch es kam anders.

Vor wenigen Tagen stieß ich in Lingen auf neue Herausforderungen in Sachen QR Codes.
Man könnte jetzt in einen obligatorischen Gähnkrampf verfallen, wenn es denn nicht das Werbemedium wäre, welches mich faszinierte.

Eine Fahne. Jawohl, man hat einen QR Code auf eine Fahne gedruckt. Dies lässt sich auf folgendem Bild bewundern:
Probiert es gerne selbst mal aus und versucht, diesen Code zu scannen. Auf einer Fahne im Wind. Ich nehme das Ergebnis einfach mal vorweg: Es funktioniert nicht. Und das war abzusehen.

Ausrutscher, kann ja mal passieren.

Etwas später stieß ich schon auf die nächste Werbemaßnahme des Lingener Lookentors.
Ein Banner, welches in etwa 4 Metern Höhe aufgehangen war.

Mittlerweile kam in mir eine große Vorfreude auf, ich wollte unbedingt erfahren, was wohl hinter diesem QR Code steckt, welcher offenbar nicht gescannt werden soll.

Smartphone raus. Entsperren. App suchen. Scannen….Scannen……..SCANNEN.
Nichts.
Jemand anders gebeten, diesen Code zu scannen. Nichts.

Der Code ließ sich nicht einscannen. Auch hier war die Problematik einfach und einleuchtend: Der QR Code wurde angebracht, weil es eine Mode ist; nicht etwa wegen der Funktionalität.
In beiden Fällen war es nicht möglich, den Code überhaupt mit dem Smartphone zu erfassen, geschweige denn, auszuwerten.

Hier hat man wohl nicht nachgedacht.
Dabei war die Werbung sicher nicht günstig, aber billig. 1737

1. “Quick Response”-Codes sind zweidimensionale Strichcodes, welche z.B. einen Weblink zu einer Website enthalten.  Beim Scannen des Codes wird die entsprechende Website aufgerufen.
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