Erst muss was passieren, bevor was passiert. Auch in Lingen.

Ein grundsätzliches Problem: Erst muss jemand zu Schaden kommen, bevor etwas unternommen wird. Derzeit kann man dies in der Stadt Lingen beobachten.

Im Folgenden geht es um die Situation in der Gegend Schlachterstraße/Elisabethstraße.

Diese stellt sich folgendermaßen dar:
Seit Jahren ist bekannt, dass in dem besagten Bereich -speziell Abends an Wochenenden- die Verkehrssituation katastrophal ist.
Die Ecke am Koschinski ist schwer bis gar nicht einsehbar.
Autofahrer halten sich -bis auf wenige Ausnahmen- nicht annähernd an die Geschwindkeitsbegrenzung: Dabei handelt es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich (-> Schrittgeschwindkeit).
In Anbetracht der recht vielen Kneipen und Clubs sind natürlich einige [Fußgänger] angetrunken auf den Straßen unterwegs.

Die Stadt Lingen hat in der Vergangenheit ein wenig reagiert: Durchgehend verkehrsberuhigter Bereich und eine Abbremszone für Fahrradfahrer zwischen 1549 und Extrablatt.

Derartige Restriktionen sind jedoch nutzlos, wenn sich die meisten nicht dran halten und nicht kontrolliert wird.

In jüngster Vergangenheit wurde Lingen durch einen weiteren Club bereichert: Das Palacio.

Leider geht diese Bereicherung auch mit einer neuen Gefahrenstelle einher: Bei Nutzung des Hinterausgangs des Palacio steht man direkt auf der Fahrbahn der Elisabethstraße.
Dies wird – in Verbindung mit dem Nichteinhalten der Schrittgeschwindkeit seitens PKW – früher oder später ernsthafte Folgen für den Besucher/die Besucherin haben, der/die das Palacio durch diesen Ausgang verlässt und hierbei nicht aufpasst.

Beim Ansprechen der Situation wurde diese von einem Mitarbeiter des Palacio wie folgt kommentiert:

“Vollpfosten” laufen auf der ganzen Welt rum und du kannst es nicht verhindern. Weder mit Huckel, Pistolen und Schläge”

- (Name bekannt, nicht veröffentlicht), 17.März 2012

Er merkte jedoch des Weiteren an, dass er “den Huckel” befürworte, wenn es sich um einen Dauerzustand handele.

Im September 2011 erhielt ich von Fabian Rode (Mitglied im Stadtrat) die Nachricht, dass diese Problematik bekannt sei und an dieser Stelle Poller platziert werden sollen.

Wohl gemerkt, dies war vor acht (8) Monaten. Es hat sich bisher kein Poller dorthin verirrt.

Mitte März 2012 habe ich die Thematik in einer Lingener Facebook-Gruppe (>1000 Mitglieder) nochmals aufgegriffen, hieraus entstammt auch obiger Kommentar.

Fabian Rode beschwichtigte:

Sachverhalt zur Kenntnis genommen, Prüfung erfolgt!

- Fabian Rode, 17.März 2012

Er wollte sich bis zum darauf folgenden Montag erkundigen, wie der aktuelle Stand ist.
Ich habe seitdem zwei mal nachgefragt (am 21. und 27.03) und keine Antwort erhalten. Unter Umständen sind die Nachfragen in einem großen Berg an Daten untergangen.

Es ist Mai.

Abgerundet wurde diese Geschichte dann gestern, als ich aus Polizeikreisen erfuhr, dass der Palacio-Hinterausgang lediglich zu Lieferzwecken(!) verwendet werden darf.
Dies sollte man zur Unfallprävention auch konsequent durchziehen, was  -trotz Kenntnis der Problematik- bisher nicht geschehen ist.

Ich möchte betonen, dass die Situation mit dem Palacio nur einen Teilaspekt darstellt:
Das Verkehrskonzept im Bereich Schlachterstraße/Elisabethstraße muss schleunigst überarbeitet werden!

Offenbar muss der Druck erhöht werden, damit sich etwas bewegt.
Ich bitte die Lokalmedien, diese Thematik aufzugreifen.

Ich nehme in den Kommentaren gerne Feedback und konkrete Verbesserungsvorschläge entgegen; diese werden u.U. in die nächste Verkehrs-Ausschuss-Sitzung eingebracht.
Alternativ via E-Mail an: blog [at] niklastewes.de (at durch @ ersetzen, Leerzeichen entfernen)

**UPDATE**
Mich haben Feedback und auch konkrete Lösungsvorschläge erreicht.
-> Feedback und Lösungsansätze zur Verkehrssituation in Lingen.

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6 thoughts on “Erst muss was passieren, bevor was passiert. Auch in Lingen.

  1. Fabian Rode teilte mir soeben mit, dass der Sachverhalt Mitte März von ihm an die Verwaltung vorgetragen worden sei.

  2. Pingback: Bevor « Roberts Blog

  3. Ehrlich gesagt muss etwas passieren! Meine Frau und ich wohnen in der Schlachterstraße, aber unsere Hausausgang liegt in der Elisabethstraße direkt an der Straße. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass man fast beim Verlassen der Haustür regelrecht überfahren wird!? Sehr extrem ist es an sonnigen Tagen sowie an Wochenenden wenn diese “Autonarren” hier in der Straße Schau fahren und auf Höhe des Café Star nochmal richtig gas geben weil es in dieser Gasse richtig schallt!

  4. Kann ich bestätigen, Ecke Star geben die meisten, deren Autos irgendwie getunt oder geleast sind, nochmal richtig Gas. Um Aufmerksamkeit zu erregen halt. Irgendwann wird vielleicht mal ein Kinderwagen zur falschen Zeit um die Ecke geschoben – wer weiss.

    Es wäre allein aus dem Grund schon toll, wenn dort kein Verkehr mehr sein würde, weil dann nicht mehr die ganzen Prollos böse guckend schaufahren würden.

    Die Stadt sollte prüfen, ob man die Fussgängerzone nicht etwas weiter ausbreiten kann. Der Lieferverkehr kann ja frei bleiben. Leider sind dort auch einige Parkplätze, die weiterhin erreichbar sein müssen, das könnte es komplizierter machen.

  5. Ich kann mir schon vorstellen wie solche Eingaben bei der Stadt Lingen behandelt werden: Erst einmal wird die Unfallstatistik gefragt. Wenn man feststellt, dass
    wenige oder vielleicht sogar gar keine Unfälle in dem Bereich vorgekommen sind
    wird sich so lange zurückgelehnt bis es Schwerverletzte oder gar Tote in dem Bereich
    gibt. Erst dann wird gehandelt. Dabei müsste einem schon der gesunde Menschen-
    verstand helfen, Gefahrenstellen zu erkennen und nicht eine Statistik. Kann doch nicht sein, dass Menschen sterben müssen, weil die Fachleute blind sind. Also kommt mal in die Gänge bei der Stadt!

  6. Pingback: Quälend « Roberts Blog

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