Feedback und Lösungsansätze zur Verkehrssituation in Lingen.

Zunächst möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken: Durch Eure Mithilfe hat sich mein Blogpost zur Verkehrs-Situation im Bereich Schlachterstraße/Elisabethstraße binnen kürzester Zeit verbreitet und über eintausend Leser gefunden. Danke!
Dies zeigt mir, dass ich offenbar eine Thematik angesprochen habe, die viele Bürger bewegt.

Ich möchte im Folgenden Eure Meinungen und Lösungsansätze zusammentragen:

Fabian Rode (Mitglied im Stadtrat) teilte mir umgehend mit, dass die Lösung der Situation nicht so einfach sei, wie es scheint. Er habe die Verwaltung Mitte März in Kenntnis gesetzt.

Ich schrieb auf Facebook, dass es wohl nicht so schwer sein könne, den Lieferanteneingang [des Palacio] Abends konsequenz geschlossen zu halten.

Fabian zeigte sich engagiert in der Thematik und antwortete prompt, dass die Verkehrssicherungspflicht auch von Seiten des Inhabers ausgeübt werden müsse: Als Beispiel führte er das Anbringen von Warnschildern an.

Heike Robben brachte den ersten Verbesserungsvorschlag von Seiten der Bürger ein:

Irre ich mich oder war die Schlachterstr. Abends für den Durchgangsverkehr gesperrt?
Es wäre doch einfach diese Sperrung wieder zubeleben und auch für den besagten Verlauf der Elisabethstr. Für die Anwohner wäre der Zustand auch Sinnvoll.
Die Imbisse könnten noch von der andern Seite ausliefern.

- Heike Robben, 06. Mai 2012

Fabian erläuterte daraufhin die Problematik, dass bauliche Maßnahmen planungs- und kostenintensiv seien und daher nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können.

Auf Facebook äußerte sich “Remmi Demmi” wie folgt:

Ich möchte mich auch mal dazu äußern…
Das Palacio ist der Sachverhalt, das es sich rein um einen Lieferanteneingang handeln darf ganz sicher klar Bewusst! Hier wird einfach sich drüber weg gesetzt! – Eine Mittäterschaft bei einem Unfall sollte dadurch FAKT sein.

Zudem muss sich der Stadtbaurat selbst mal fragen, ob man das hätte genehmigen dürfen. In Lingen wird an allen Ecken und Enden der Stadt scheiße gebaut! Das fängt mit illegalen Wettbüros (Sportwetten die in NDS verboten sind an) Neben dem N8 Kaffee und dem Kiosk am Arbeitsamt und endet mit Pommesbuden an einerm Kreisverkehr… Merkwürdig ist es nur, das immer die gleichen Leute mit Ihren Dreistigkeiten durch kommen. Es gibt in Lingen mehr unzulässigen Unsinn als in Städten wo das ORDNUNGSAMT besseres zu tun hat als Geld in die Stadtkassen zu spülen, durch systematische Verfolgung der Falsch-Parker in Lingen.
Die Aufgabe des Ordnungsamtes ist, die öffentliche Ordnung dem Gesetz nach aufrecht zu erhalten. Das vermisse ich beim Ordnungsamt der Stadt Lingen schon länger. Wenn es um solche Belange geht, leben wir Bürger in einem modernen wilden Westen, wo jeder machen kann was er will, solange das Ordnungsamt kein Geld in die Stadtkassen durch eine Reaktion spült.

Als Bürger der Stadt Lingen bin ich der Meinung, dass unser Ordnungsamt wesentlich stärker gegen wirklich schlimme Sachen vorgehen sollte. Aber wer ist Ansprechpartner? Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, dass man sich bei dem einen oder anderen Herren den Mund fusselig labert und letztendlich eh nichts passiert. Traurig so was! Man müsste eigentlich mal einen Untersuchungsausschuß ansetzen…

- “Remmi Demmi”, 06. Mai 2012

Heike Robben schlug des Weiteren die Anbringung von Schildern vor, welche die Durchfahrt zwischen 20:00-06:00 Uhr verbieten.

Dieser Vorschlag wurde mit dem Argument entkräftet, dass sich nur wenige an ein solches Schild halten würden. Gegenwärtig entfaltet der Ausweis als verkehrberuhigter Bereich schließlich auch keine Wirkung.

Unter die Meinungen mischte sich auch Unmut über das hormon-induzierte Prahlen mit dem eigenen KFZ. Dies müsse -auch hinsichtlich der Lärmbelästigung- eingedämmt werden.

Ein Anwohner berichtet:

Meine Frau und ich wohnen in der Schlachterstraße, aber unsere Hausausgang liegt in der Elisabethstraße direkt an der Straße. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass man fast beim Verlassen der Haustür regelrecht überfahren wird!?

- Raphael Lambers, 07. Mai 2012

Der Twitter-Nutzer K_ristof schlug vor, die Schlachterstraße -ggf. nur Abends bzw Nachts- als Fußgängerzone zu deklarieren.

Robert Koop konkretisiert die Idee der Lösung durch Poller. In seinem Blogpost führt er aus:

Ich glaube, man muss die Idee [der Lösung durch Poller] wieder aufgreifen. Bloß sollten die Sperrpfosten oder -poller automatisch ausfahren, Anlieger, Not- und Rettungsdienste bekommen Geräte, die die Zufahrt ermöglichen. Solche Systeme gibt es längst. Beispielsweise im benachbarten Enschede. Dort haben sie sich bewährt.

- Robert Koop, 07. Mai 2012

marc2704 steht einer Lösung durch Poller kritisch gegenüber, da diese schnell beschädigt würden. Er befürwortet eine Lösung durch sog. “Berliner Kissen“.

Bernd Koop hat sich sogar die Mühe gemacht, sein Konzept aufwändig zu illustieren. Seine Idee der Neugestaltung des Bereiches könnt ihr den folgenden Bildern entnehmen:

Meine persönliche Meinung:
Ich persönlich befürworte eine Lösung durch physikalische Maßnahmen:
Die aktive Beruhigung des Verkehrs durch Huckel/Berliner Kissen und/oder Poller.
Bei Pollern besteht die Problematik darin, dass diese in einfacher Ausführung manuell aufgestellt bzw. abgesenkt werden müssen. Den Lösungsansatz von Robert Koop finde ich daher sehr interessant.

Folgendes hochspannende Video veranschaulicht das Konzept.

Abschließend ein Zitat aus dem Kommentar von Ulli:

… [Eigentlich] müsste einem schon der gesunde Menschenverstand helfen, Gefahrenstellen zu erkennen und nicht eine Statistik. Kann doch nicht sein, dass Menschen sterben müssen, weil die Fachleute blind sind. Also kommt mal in die Gänge bei der Stadt!

- Ulli, 09. Mai 2012

Am Mittwoch, den 16. Mai findet die nächste Verkehrs-Ausschuss-Sitzung statt.
Eure Vorschläge werden in diese Sitzung eingebracht.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!7676

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4 thoughts on “Feedback und Lösungsansätze zur Verkehrssituation in Lingen.

  1. Ein weiteres Problem, was zu den chaotischen Parkverhältnissen führt: die Sparkasse hat keinen Geldautomaten, der per Pkw zugänglich ist. Darüber hinaus weiß niemand wo er parken darf und wo nicht (auch die abgefeierten 3 neuen Parkbuchten ändern daran nichts).

  2. Obwohl die Idee mit den pöllern auf höhe des Café Star die für Anwohner absenkbar wären ist ne gute Sache

  3. Pingback: Sicherheitspöller « Roberts Blog

  4. Schilder bringen nichts. Die Kivelingsstraße wurde auch von der “Stadt” gesperrt. Leider interessiert es Polizei, Ordungsamt => also Stadt und Autofahrer nicht die Bohne. Wie oft werden dort Fußgänger gefährdet!! Poller sind die richtige Lösung!!!

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