Der Erste Stadtrat auf der Palme.

Dieser Blogbeitrag bezieht sich auf die vorhergegangene Berichterstattung zur Verkehrssituation im Bereich Elisabethstraße/Schlachterstraße der Stadt Lingen (Ems).
Zum Einlesen in die bisherigen Blogposts klicke bitte hier.

Es war mal wieder so weit: Verkehrsausschuss-Sitzung der Stadt Lingen.
Und das bereits 20 Tage nach der letzten Sitzung im Mai. Vielen Dank für die dazugewonnene Vitalität.

Dies ist nicht verwunderlich, schließlich bekam die Sitzung plötzlich ungewohnte öffentliche Aufmerksamkeit: Nach den zahlreichen Blogposts, den Artikeln in der Lingener Tagespost und einem Beitrag der Ems Vechte Welle war der Druck gestiegen.

Kritischen Nachfragen von Bürgern war man offenbar nicht gewachsen; anders kann ich mir die energisch defensive Haltung von Lingens erstem Stadtrat Doktor Büring nicht erklären:
In der Bürgerfragestunde nutzte ich die Möglichkeit einmal nachzufragen, warum von Mitte März bis Mitte Mai nichts geschehen sei. Schließlich hatte ein Ratsherr das Problem der Verwaltung bereits Mitte März vorgetragen.

Die Reaktion auf diese Frage war interessant.
In Herrn Doktor Büring kochte offenbar etwas hoch. Diese Frage war zu viel….
Er entgegenete, dass er sich vor mir -einem Bürger- nicht rechtfertigen müsse.
Daraufhin bezichtigte er einen Ratsherren der Stadt Lingen der Lüge: Die Verwaltung habe erst Mitte Mai Kenntnis erhalten, wie sich die Situation in der Schlachterstraße / Elisabethstraße darstellt. Nicht etwa bereits Mitte März. Die Aussagen des besagten Ratsherren seien falsch.
Natürlich sind die anderen schuld.

Erwähnenswert ist auch seine Aussage, dass man sich nicht auf “eine Hausnummer beschränken” solle und die Gesamtsituation betrachten müsse. Auf der anderen Seite wird jedoch eine Teillösung für eine Gefahrenstelle vorgelegt. Jene mit der Hausnummer 20. Solide Selbstironie.

Des Weiteren fragte ich nach, welche quantitativen Kennzahlen der Entscheidung zu Grunde liegen, feste Poller zu installieren. Das Ergebnis dieser Nachfrage war, dass man offenbar eben keine Grundlage für seine Entscheidungen hatte. Die Worte “ungefähr” und “circa” fanden zahlreich Verwendung.
Immerhin gab es in einer Hinsicht Erfahrungswerte: Ungefähr 2500 Euro koste eine Aufpflasterung, diese sei jedoch nicht notwendig, weil in der Gegend keine Gefahr bestünde.

Zudem fiel tatsächlich mehr als einmal das Argument, dass man nichts unternehmen müsse, weil ja bisher nichts geschehen sei. Auf Gutdeutsch: Erst muss jemand zu Schaden kommen, dann könne man handeln.

Zum Glück haben diese Stimmen keine Mehrheit gefunden.

Die Essenz dieser Sitzung ist folgende:
Es wird zwei Poller beim Hinterausgang des Palacio geben. Zur nächsten Sitzung solle sich die Verwaltung Gedanken machen, wie man den gesamten Straßenzug (Elisabethstraße/Schlachterstraße) sicherer machen kann. Dies wurde schon vor vielen Wochen in diesem Blog vorgeschlagen…
Ob diese Vorschläge jedoch überhaupt Gehör finden, ist fraglich. Schließlich sehen viele im Ausschuss keine Gefahren in diesem Bereich.
Die beschlossenen Poller waren eine logische Konsequenz aus dem öffentlichen Druck.

Mario Köhne fasste die Ereignisse in einem Beitrag der Ems Vechte Welle zusammen:
-> Hier klicken, um zum Beitrag zu gelangen.

Twitter Facebook Plusone

3 thoughts on “Der Erste Stadtrat auf der Palme.

  1. Vielleicht wegen den Fahrradfahrern, die trotz Einbahnstraße aus der anderen Richtung kommen (dürfen).

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>